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Mein Kampf
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Schneeweißchen und Rosenrot

Puppentheater frei nach einem Märchen der Brüder Grimm

Aktuell | Sa. 15. Dezember 16.00 Uhr

Schneeweißchen und Rosenrot

Puppentheater frei nach einem Märchen der Brüder Grimm

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Theater Poetenpack

Mein Kampf

Farce von George Tabori

George Taboris subversive Groteske spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In einem Männerwohnheim in Wien trifft der junge, untalentierte Künstler Adolf Hitler, der sich an der Kunstakademie bewerben möchte, auf den jüdischen Buch¬händler Schlomo Herzl, der sich rührend um den unerfahrenen Provinzler kümmert. Er wird zum Schöpfer von Hitlers charakteristischer Barttracht und bringt ihm demagogische Kunstgriffe bei. Herzls Fürsorge geht sogar so weit, dass er ihn zu einer neuen Karriere als Politiker führt, mit fatalen Folgen für die Weltgeschichte. Und Schlomo Herzl wird dann auch das erste Opfer des sich allmählich ausprägenden Antisemitismus Hitlers, der schließlich auch das Judentum in seiner Gesamtheit zu vernichten gewillt ist.
Taboris Stück „Mein Kampf" beschäftigt sich in komödienhafter Form mit der Entwicklung Hitlers vom erfolglosen Aspiranten eines Kunststudiums zum antisemitischen Demagogen par excellence. Dabei wird Hitler anfangs nicht als blutrünstiger Dämon, sondern als zwar unsympathischer, aber keineswegs durchweg abstoßender Wirrkopf dargestellt. An Brecht und Chaplin anknüpfend, entwickelte Tabori eine Hitler-Figur als komischen Charakter und bezog sich damit auch auf eine Tradition jüdischen Humors, der er sich verbunden fühlte.

Nach dem großen Erfolg, den das Schülerprojekt „Nathan der Weise“ hatte, wurde das Grundkonzept, Jugendliche und professionelle Spieler an einer Produktion zu beteiligen, nun auf Taboris „Mein Kampf“ übertragen. Gemeinsam mit den Schauspielern des Theaters werden SchülerInnen aus verschiedenen Potsdamer Schulen auf der Bühne stehen.

Das Poetenpack ist ein professionelles Theater, das für sein facettenreiches Programm bekannt ist, dazu zählen u.a. musikalisch-literarische Abende, klassisches Schauspiel, Portraits historischer Persönlichkeiten, komödiantische Kammerspiele sowie nicht zuletzt das Shakespeare-Sommertheater. Seit 2006 gastiert das Poetenpack in der gesamten Bundesrepublik sowie in der Schweiz und in Österreich.

„Die Inszenierung zeigt Mut zur Komödie, ja bis zur Klamotte reichenden Farce, besitzt eine feine Musikalität und verliert doch nie den gebotenen Ernst.“ Donaukurier

Regie: Andreas Hueck    
Regieassistenz: Linda Kempe
Spiel: Reiner Gabriel, Andreas Hueck, Jörg Vogel, Clara Schoeller, Johanna Lesch, Thomas Wiesenberg, Arne Assmann
Ausstattung: Janet Kirstin
Komposition: Bardo Henning
Beleuchtung/ Technik:Christian Hoffmann
Team: Marina Werl, Karen Schneeweiß-Voigt, Matthias Voigt

Dauer: 150 Min. (inkl. Pause)