Was ist Glück und wie lässt es sich bewahren. Ein Fischer fängt eines Tages einen verwunschenen Fisch und rettet ihm das Leben. Dass dieser ihm von nun an jeden Wunsch erfüllt, verspricht ihm eine glückliche Zukunft. Doch es sind nicht seine Wünsche, die er sich vom Fisch erfüllen lässt, sondern die seiner Frau. Und so hält das Wunschlos-Glücklichsein auch nicht Einzug in der kleinen Fischerhütte, in der sie wohnen, sondern wird zu einer immer mächtigeren Bedrohung.
"... Gespannt folgt das Publikum diesem mitreißenden Wechselspiel, in dem das Meer in Worten tobt und mal sie, mal er den Butt zum Sprechen bringt."
Märkische Allgemeine Zeitung, 05.10.2009
"... Und dieses Höher, Schneller, Mehr, das in Jens-Uwe Sprengels Erzähltheaterinszenierung, die für Erwachsene auch als Parabel auf die gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklung zu lesen ist, wird mit sparsamen Mitteln (Ausstattung: Heide Schollähn) eindrucksvoll und zum Teil als Schattenspiel inszeniert. Da braucht es keine prächtigen Kleider und kostbaren Insignien der Macht, um die wirklichen Machtverhältnisse widerzuspiegeln. Der Schattenriss der Frau, die auf der Rückenlehne der Bank steht und ihren Mann haushoch überragt, zeigt alles, was zu sagen ist.
Schließlich kommt, was kommen muss. Auch die gewünschte Gottgleichheit wird in Erfüllung gehen. Doch anders als gedacht. Das ist das Besondere an Sprengels Inszenierung: Während der Wahn des Immer-mehr-Habens das Gesicht der Fischersfrau zur hässlichen Fratze erstarren und den Fischer verzweifeln lässt, zaubert der Rückfall ins einfache Sein beiden Eheleuten Fröhlichkeit und Witz ins Antlitz. Diese Schlussbilder sind so hoffnungsvoll und lebensbejahend, dass man sich nach dieser knappen Stunde fragt, ob nicht alles andere nur ein böser Traum war und das „einfache“ Leben eine wirklich wunderbare Alternative ist." Astrid Priebs-Tröger
Potsdamer Neueste Nachrichten, 06.10.2009
Märkische Allgemeine Zeitung, 05.10.2009
"... Und dieses Höher, Schneller, Mehr, das in Jens-Uwe Sprengels Erzähltheaterinszenierung, die für Erwachsene auch als Parabel auf die gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklung zu lesen ist, wird mit sparsamen Mitteln (Ausstattung: Heide Schollähn) eindrucksvoll und zum Teil als Schattenspiel inszeniert. Da braucht es keine prächtigen Kleider und kostbaren Insignien der Macht, um die wirklichen Machtverhältnisse widerzuspiegeln. Der Schattenriss der Frau, die auf der Rückenlehne der Bank steht und ihren Mann haushoch überragt, zeigt alles, was zu sagen ist.
Schließlich kommt, was kommen muss. Auch die gewünschte Gottgleichheit wird in Erfüllung gehen. Doch anders als gedacht. Das ist das Besondere an Sprengels Inszenierung: Während der Wahn des Immer-mehr-Habens das Gesicht der Fischersfrau zur hässlichen Fratze erstarren und den Fischer verzweifeln lässt, zaubert der Rückfall ins einfache Sein beiden Eheleuten Fröhlichkeit und Witz ins Antlitz. Diese Schlussbilder sind so hoffnungsvoll und lebensbejahend, dass man sich nach dieser knappen Stunde fragt, ob nicht alles andere nur ein böser Traum war und das „einfache“ Leben eine wirklich wunderbare Alternative ist." Astrid Priebs-Tröger
Potsdamer Neueste Nachrichten, 06.10.2009
Regie: Jens-Uwe Sprengel
Spiel: Timo Sturm, Suse Weiße
Ausstattung: Heide Schollähn
Licht: Robert Dahlke
Dauer: 45 min.
Fotos: Göran Gnaudschun
Spiel: Timo Sturm, Suse Weiße
Ausstattung: Heide Schollähn
Licht: Robert Dahlke
Dauer: 45 min.
Fotos: Göran Gnaudschun
